1+1 = 2 Wochen Hauptstadt-Tour

Der Startschuss für die Hauptstadt ist gefallen. Genauso bunt wie Berlin war auch die erste Woche für uns. Für Lisa und Basti hieß das: Projektkoffer packen, Navi bespielen und los geht’s. Unser Programm war gespickt mit drei Sehenswürdigkeiten in Neukölln, Tempelhof und Spandau.

Los ging es am Dienstag im Kinder & Jugendzentrum Lessinghöhe. Die Spannung war sehr groß, da es sich hier um eine rein freiwillige Nachmittagsveranstaltung gehandelt hat. Umso größer war unsere Freude, dass mehr als zehn Jugendliche und Kinder mit uns einen lustigen und lehrreichen Nachmittag verbracht haben. In mehr als drei Stunden wurde aufgeregt diskutiert und neugierig nachgefragt.

Auch die beiden nächsten Tage sollten dem in nichts nachstehen. Auch an den offiziellen Projekttagen der Georg-von-Giesche-Schule in Tempelhof und Askanier-Grundschule in Spandau war das Interesse an unserem Modul „Flucht und Asyl“ ungebrochen. Schüler*innen und Lehrer waren bei Diskussionen und bei den Unterrichtseinheiten mit viel Engagement dabei. Man spürte, dass dieses Thema nicht nur die Debatten der letzten Wochen beherrscht, sondern oftmals mehr Fragen als Antworten aufgeworfen hat. In den Gesprächen und den anschließenden Feedbacks wurde uns unisono mitgeteilt, wie gut und spannend das Modul aufgebaut ist und das viele Fragen geklärt werden konnten. Besonders wichtig war vielen, dass medial oft einseitig dargestellte Sachverhalte unter einem neuen Licht betrachtet werden konnten.  Die erste Woche war nicht nur für uns als Verein ein voller Erfolg. Es hat vor allem Spaß gemacht mit vielen aufgeschlossenen und interessierten Jugendlichen zu arbeiten und mit ihnen in Dialog zu treten. Unser Dank geht daher direkt an alle, die daran teilgenommen haben.

Woche zwei der Berlin-Tour führte uns durch Lichtenberg, Neukölln und Hohenschönhausen.

An der Rütli-Schule in Neukölln erwartete uns eine lebhafte Gruppe von 13 TeilnehmerInnen, die mit viel Engagement in die Diskussion eingestiegen sind. In Lichtenberg hatten wir zum ersten Mal ein Seminar in einer Notunterkunft. Wir verbrachten den Vormittag mit hier untergebrachten Syrern und Irakern und haben viele interessante Aspekte an der Flucht nach Deutschland und der Situation hier in Berlin diskutieren, Fragen beantworten und gemeinsam Möglichkeiten der Lebensgestaltung hier in Berlin brainstormen können. Ein spannender Tag, bei dem wir viele Inneneinsichten in die Situation von Asylsuchenden in Deutschland gewinnen konnten.

Unser letztes Seminar im Zuge der Sparkassen Fairplay Soccer Tour hatten wir an der Manfred-von-Ardenne-Schule in Hohenschönhausen. Ein super Abschluss der Tour, wir sind ein bisschen wehmütig – so spannend und wichtig es ist sich mit den Themen Migration und Asyl mal intensiv und methodisch auseinanderzusetzen, so komplex und erschlagend Thema und Berichte von Betroffenen sind – es macht auch Spaß mit Schüler*Innen zu arbeiten, ein Diskussionsklima zu schaffen, Ansichten zu reflektieren, zu hinterfragen. In der Hoffnung, unseren Teilnehmer*innen so eine Brücke zu Perspektivwechseln und Empathie gegenüber Ankommenden anbieten zu können und dem momentanen Diskurswechsel hin zur Schließung der Grenzen, Abschottung und Ablehnung entgegenzuwirken.

 Gerne können wir auch direkt über info@goalsconnect.org für Workshops oder Seminare angefragt werden! Außerdem freuen wir uns auch über Zuwachs im Team – falls ihr Lust habt unsere Seminare mitzugestalten meldet euch ebenso gerne über die obige Mailadresse!